• Francesco Ferrari
  • Giovanni Fasani

Die Seminaristen der Priesterbruderschaft entdecken in den Jahren der Ausbildung die Schönheit des gemeinschaftlichen Lebens, der Stille, der Liturgie, des Studiums und der Mission. Sie entdecken die Anziehungskraft eines Lebens, das ganz auf die Umkehr zu Christus ausgerichtet ist; eines Lebens voller Leidenschaft, damit die Menschen Ihn erkennen können.

Der Ausbildungsweg des Seminars besteht aus zwei ersten Studienjahren der Philosophie und einer Einführung in das Leben der Priesterbruderschaft. Nach dem Studium der Philosophie verbringen die Seminaristen ein Jahr in einem der Häuser im Ausland, um ihre ersten Erfahrungen in der Mission zu sammeln. Nach ihrer Rückkehr setzen sie ihr Studium mit einem dreijährigen Theologiekurs fort. Am Ende des Theologiekurses werden sie zu Diakonen geweiht und brechen zu ihren jeweiligen Einsatzort auf.

Der Alltag ist geprägt von gemeinschaftlichem Gebet, Momenten der Stille und dem Gottesdienst. Die akademische Ausbildung erfolgt sowohl durch interne Kurse als auch durch den Besuch der Päpstlichen Universitäten Roms. Die Nachmittage sind dem Studium und den übertragenen Aufgaben gewidmet: dem Sekretariat, den Liedern, der Liturgie, der Gartenarbeit, der Bibliothek, usw. Jedem ist auch eine missionarische und wohltätige Aufgabe anvertraut: der Besuch von älteren Menschen, kranken Kindern in einem Kinderkrankenhaus, Jugendlichen in Jugendgefängnissen oder Familien in den römischen Vororten, oder die Unterstützung der Priester bei der Erziehung von Kindern.

Jeder Seminarist wird mit Blick auf das Leben in einer Gemeinschaft ausgebildet: Aus diesem Grund ist das Seminar in kleinere Gruppen unterteilt, echte Häuser, in denen er wachsen kann, um die Schönheit der gelebten Gemeinschaft zu entdecken. Auch die Liturgie, das Gemeinschaftsgebet und die gemeinsam ausgeführten Aufgaben sind wichtige Aspekte in der Vorbereitung auf das Leben in einer Gemeinschaft.

  • Ruben Roncolato

Das Ausbildungshaus wurde am 4. November 2009 in Santiago im Stadtteil „Ciudad del Este“ eröffnet, wo sich die Priester der Bruderschaft bereits um die Pfarrei Pedro Bonilli von Puente Alto und um andere pastorale Aufgaben rund um das Leben von CL kümmerten. Das Priesterseminar war 2002 in Mexiko-Stadt errichtet worden, um Berufungen in der Bruderschaft aufzunehmen, die in Lateinamerika entstanden sind. In den folgenden Jahren waren die Voraussetzungen für den Fortbestand des Priesterseminars in Mexiko jedoch nicht mehr gegeben. Man hat deswegen an Chile gedacht, wo die Bruderschaft 2006 angekommen war. Das Land erweist sich wirtschaftlich und institutionell als relativ stabil, insbesondere Santiago, das Zentrum des kulturellen und universitären Lebens. Das Haus ist nicht nur Sitz des Priesterseminars für die ersten Jahre, sondern bietet auch eine umfassende Ausbildung. Es ist offen für Seminaristen, die aus Italien entsandt werden, um eine größere Gemeinschaft zu bilden und die Möglichkeit zu haben, Priester schon innerhalb des lateinamerikanischen Kulturkreises auszubilden. Im Juni 2011 wurde das neue Seminar in Camino el Olivar, in der Gemeinde Las Condes, eingeweiht. Am 19. Dezember 2015 wurden die ersten Diakone außerhalb Italiens geweiht.

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