{"id":18156,"date":"2026-08-07T10:10:00","date_gmt":"2026-08-07T08:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sancarlo.org\/una-festa-di-colori\/"},"modified":"2026-06-17T17:33:38","modified_gmt":"2026-06-17T15:33:38","slug":"ein-fest-der-farben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/ein-fest-der-farben\/","title":{"rendered":"Ein Fest der Farben"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-image wp-block-image--fnztema is-style-full-width\"><picture><source media=\"(min-width: 1280px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/colombia-locatelli-COPERTINA-gennaio-2026-1366x908.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/colombia-locatelli-COPERTINA-gennaio-2026.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 1024px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/colombia-locatelli-COPERTINA-gennaio-2026-1024x681.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/colombia-locatelli-COPERTINA-gennaio-2026-2048x1362.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 768px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/colombia-locatelli-COPERTINA-gennaio-2026-800x532.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/colombia-locatelli-COPERTINA-gennaio-2026-1600x1064.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 200px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/colombia-locatelli-COPERTINA-gennaio-2026-500x333.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/colombia-locatelli-COPERTINA-gennaio-2026-1000x665.jpg 2x\"><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" alt=\"Colombia locatelli COPERTINA gennaio\" \/><\/picture><figcaption>Eine Stra\u00dfe im Zentrum von Bogot\u00e1 (Kolumbien), in der N\u00e4he der Pfarrei Las Aguas.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der chilenische Liedermacher Nano Stern beschreibt Lateinamerika als ein Fest der Farben. Das ist ein sch\u00f6nes Bild, das auch das beschreibt, was unsere Missionare seit mehr als drei\u00dfig Jahren in diesem Land erleben. Es sind Farben, die beeindrucken, verbl\u00fcffen und manchmal auch verwirren. Lateinamerika mit seinen grenzenlosen Horizonten, von der W\u00fcste bis zu den tosenden Wogen des Pazifiks, wo die jahrtausendealten Gletscher Patagoniens von den H\u00f6hen der Anden herabflie\u00dfen. Lateinamerika mit seinen riesigen St\u00e4dten, in denen Reichtum und extreme Armut nebeneinander existieren, ohne miteinander zu kommunizieren. Lateinamerika mit seinen 670 Millionen M\u00e4nnern und Frauen, die inmitten so vieler Widerspr\u00fcche jeden Tag versuchen, all diesen Farben einen Sinn zu geben, der mehr ist als die Angst vor Unsicherheit, Gewalt, Langeweile, Konsumismus und menschlicher Armut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als die ersten Jesuiten und Franziskaner in den S\u00fcden Chiles kamen, war die Realit\u00e4t sicherlich eine ganz andere. Aber die Bedeutung ihrer Botschaft veranlasste sie, majest\u00e4tische Kirchen zu bauen, Zufluchtsorte f\u00fcr diejenigen, die oft nach weiten Wegen \u00fcber Meer und Land dorthin kamen in der Hoffnung, dass diese Missionare sie besuchen w\u00fcrden. Diese Kirchen, deren Sch\u00f6nheit sie heute zu Weltkulturerbest\u00e4tten macht, sind entstanden aus einer einzigartigen Initiative: Christus an jene Orte zu bringen, an denen, wie Johannes Paul II. bei seinem Besuch in Chile sagte, Menschen dieselbe Erfahrung machen wie Jesus einst: ein neues Leben unter Fischern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir Missionare der <em>Priesterbruderschaft vom heiligen Karl Borrom\u00e4us<\/em> reihen uns in diese Geschichte ein, die uns vorausgegangen ist und die seit mehr als 500 Jahren nicht m\u00fcde wird, Christus zu verk\u00fcnden, den einzigen gro\u00dfen K\u00fcnstler, der all diese Hell-Dunkel-Kontraste zur Einheit zusammenf\u00fchren kann, um daraus ein gro\u00dfartiges Meisterwerk zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir Missionare der Priesterbruderschaft reihen uns ein in die Geschichte, die uns vorausgegangen ist<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Johannes Paul II. sagte 1979 in Mexiko, die Kirche k\u00f6nne in Lateinamerika \u201eein Zeichen der Einheit inmitten vieler Spannungen sein\u201c. Das erleben wir seit vielen Jahren. Ich denke an die Menschen, die sich durch die Begegnung mit der Bewegung <em>CL-Gemeinschaft und Befreiung<\/em> n\u00e4hergekommen sind und soziale Barrieren \u00fcberwunden haben. Ich denke an die vielen Jugendlichen in Chile, die gelernt haben, ihr <em>Barrio<\/em> und ihre Geschichte zu lieben. Manchen gelang es sogar, ihrem gewaltt\u00e4tigen und abwesenden Vater zu vergeben durch die Freude der Begegnung mit dem himmlischen Vater. Ich denke an die vielen armen Menschen, die von der Stra\u00dfe aufgelesen und zum Sterben in eine der besten Kliniken Paraguays gebracht wurden, die unser lieber Padre Aldo Trento gegr\u00fcndet hat. Ich denke an unsere Missionare in Bogot\u00e1, die in die s\u00e4kulare Welt der \u00f6ffentlichen und privaten Universit\u00e4ten gehen und dort Studierende oder Professoren der unterschiedlichsten sozialen, religi\u00f6sen und ideologischen Hintergr\u00fcnde treffen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Menschen&nbsp;in Lateinamerika flehen darum, von Gott gesehen zu werden<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jedenfalls ist es nicht leicht, die kulturellen und sozialen Eigenheiten der Menschen zu beschreiben, denen wir begegnen, besonders in einer Zeit, in der sich die V\u00f6lker und Kulturen immer mehr vermischen, was durch die sozialen Medien noch gef\u00f6rdert wird. Aber es gibt etwas, das hier alle auszeichnet und das niemanden kalt l\u00e4sst: eine starke religi\u00f6se Ader, die sich ausdr\u00fcckt in dem Wunsch, gesegnet zu werden. Alle wollen gesegnet werden, und alles soll gesegnet werden. Es ist ein Volk, das darum fleht, von Gott gesehen zu werden. Es ist ein Volk, das die Liebe eines Vaters sucht, dessen Z\u00fcge es leider nicht kennt. Aber gerade dieser Durst und dieser Schrei machen diesen Kontinent zu einer fruchtbaren Erde, die sofort jedes kleinste Zeichen jener Liebe zu erkennen vermag, nach der sie sich so sehnt und die sie sogleich aufnimmt. Das Sch\u00f6nste f\u00fcr uns Missionare in S\u00fcdamerika ist, dass wir nach und nach lernen, mit diesem Blick auf die Welt zu schauen, der uns jeden Tag die Sch\u00f6nheit und Gr\u00f6\u00dfe der g\u00f6ttlichen Gnade entdecken l\u00e4sst, die wir den Menschen bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 30 Jahren lernen die Missionare der Bruderschaft San Carlo in Lateinamerika, den Blick eines Volkes zu verstehen, das nach Gott d\u00fcrstet.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":18157,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"slim_seo":{"title":"Ein Fest der Farben - Priesterbruderschaft des heiligen Karl Borrom\u00e4us","description":"Seit 30 Jahren lernen die Missionare der Bruderschaft San Carlo in Lateinamerika, den Blick eines Volkes zu verstehen, das nach Gott d\u00fcrstet."},"footnotes":""},"categories":[963],"tags":[933],"writers":[90],"regions":[928],"cities":[982],"class_list":["post-18156","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-betrachtungen","tag-missione-de","writers-lorenzo-locatelli","regions-sudamerika","cities-bogota-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18156","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18156"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18156\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18260,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18156\/revisions\/18260"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18157"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18156"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18156"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18156"},{"taxonomy":"writers","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/writers?post=18156"},{"taxonomy":"regions","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/regions?post=18156"},{"taxonomy":"cities","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/cities?post=18156"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}