{"id":23673,"date":"2026-11-04T16:22:57","date_gmt":"2026-11-04T15:22:57","guid":{"rendered":"https:\/\/sancarlo.org\/acquistare-finalmente-tutto\/"},"modified":"2026-11-04T16:23:00","modified_gmt":"2026-11-04T15:23:00","slug":"alles-erst-gewinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/alles-erst-gewinnen\/","title":{"rendered":"Alles erst gewinnen"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-image wp-block-image--fnztema is-style-full-width\"><picture><source media=\"(min-width: 1280px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/giovanni-FERRARI-diaconato-1366x911.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/giovanni-FERRARI-diaconato.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 1024px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/giovanni-FERRARI-diaconato-1024x683.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/giovanni-FERRARI-diaconato-2048x1366.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 768px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/giovanni-FERRARI-diaconato-800x533.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/giovanni-FERRARI-diaconato-1600x1067.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 200px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/giovanni-FERRARI-diaconato-500x333.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/giovanni-FERRARI-diaconato-1000x667.jpg 2x\"><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" alt=\"Giovanni FERRARI diaconato\" \/><\/picture><figcaption>Giovanni Ferrari, der nach seiner Diakonweihe von seinen Freunden gefeiert wurde.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich wurde in der Emilia Romagna geboren, einem Land von Heiligen und Kommunisten. Meine Familie hat mir den Glauben vermittelt und eine aufrichtige Liebe zur Kirche, auch dank eines offenen und gastfreundlichen Hauses. Meinen Eltern und meinen Schwestern verdanke ich die Gnade, dass ich mich immer angenommen und geliebt f\u00fchlen durfte. Meine Jugendjahre waren gepr\u00e4gt von tiefen Freundschaften, die in der Pfarrei entstanden waren. Die Sommer waren voller Abenteuer, sei es w\u00e4hrend der gemeinsamen Ferien oder beim karitativen Engagement.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In die letzten Gymnasialjahre f\u00e4llt meine pers\u00f6nliche Begegnung mit Christus. Es war im Sommer nach der 12. Klasse, als ich bei Arbeitsferien der \u201eOperazione Mato Grosso\u201c [einer Aktion, bei der Jugendliche unentgeltlich arbeiten, um Projekte in Lateinamerika zu unterst\u00fctzen, Anm. d. Red.] die Briefe von Pater Daniele Badiali entdeckte. Der Missionar, der aus Faenza stammte und in Peru t\u00e4tig war, wurde von Entf\u00fchrern get\u00f6tet, als er sich anstelle eines anderen als Geisel anbot. In seinen Briefen sprach er von einer Zeit, die er dem \u201eTraum, Gott zu begegnen\u201c gewidmet habe. Genau das erlebte ich in jenen Tagen selbst, und genau das entfachte mein Herz. Nach meiner R\u00fcckkehr schrieb ich einem befreundeten Priester: \u201eMir ist klar geworden, dass ich mein Leben hingeben m\u00f6chte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich beschloss, zum Telefon zu greifen: \u201eHallo, Don Massimo, kann ich vorbeikommen, um mit dir zu sprechen?\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Abitur begann ich Jura zu studieren, in der Hoffnung, diese Eingebung in einem so edlen Beruf wie dem des Richters umsetzen zu k\u00f6nnen. Ich sp\u00fcrte jedoch bald, dass mir das nicht reichte. Das Zeugnis des albanischen Jesuiten Anton Luli riss mich aus der Lethargie meiner ersten Studienjahre. Dieser Priester hatte in Albanien unter dem kommunistischen Regime gelebt und vier Jahrzehnte im Gef\u00e4ngnis gesessen. Erst mit achtzig Jahren erlangte er seine Freiheit wieder. Sein Zeugnis endete mit den Worten: \u201eDas Wichtigste in meinem Leben war die Treue zu Christus.\u201c Wie konnte er, obwohl er fast sein ganzes Leben hinter Gittern verbracht hatte, einen so tiefen Frieden versp\u00fcren?<br>Die vielleicht deutlichste Intuition, berufen zu sein, hatte ich ein paar Monate sp\u00e4ter. Ich verbrachte einen \u201eMissionssommer\u201c in Brasilien. W\u00e4hrend einer Wallfahrt zu einem Marienheiligtum war ich pl\u00f6tzlich ganz \u00fcberzeugt, ich m\u00fcsse alles aufgeben und bei den Jesuiten eintreten. Gl\u00fccklicherweise hielt das nur drei Tage an, aber es bereitete den Boden f\u00fcr etwas anderes.<br>In Reggio Emilia gab es n\u00e4mlich inzwischen einen neuen Bischof, Massimo Camisasca. Mit ihm waren auch drei junge Priester der Fraternit\u00e0 San Carlo gekommen. Mir waren sie v\u00f6llig unbekannt, aber eines Abends luden sie nach einer Veranstaltung in der Kathedrale einen Freund von mir zu sich nach Hause ein. Und der nahm mich mit. An jenem Abend entstand aus diesem spontanen Zusammentreffen eine Freundschaft, die mein Leben ver\u00e4ndert hat. \u201eWarum f\u00fchle ich mich nur bei diesen Priestern wirklich zu Hause?\u201c, fragte ich mich immer wieder. Durch sie habe ich auch das Charisma von Don Giussani kennengelernt, das meinen Glauben durch seine Vern\u00fcnftigkeit und Konkretheit bereichert hat.<br>Ein lieber Freund, Cristian, gab mir einige Monate sp\u00e4ter den entscheidenden Ansto\u00df, indem er seine Krankheit heiligm\u00e4\u00dfig trug. Wenige Tage vor seinem Tod forderte mich eine Predigt von Don Massimo zutiefst heraus, der sagte: \u201eDurch das Leben von Cristian fragt Gott jeden von uns: Willst du mir dein Leben geben? Willst du es mir hingeben f\u00fcr alle Menschen? Willst du es mir geben f\u00fcr diejenigen, die mich nicht kennen? Im Geheimen seines Herzens muss jeder eine pers\u00f6nliche Antwort darauf geben.\u201c<br>Inzwischen wusste ich, was meine Antwort sein w\u00fcrde, aber es sollte noch ein paar Jahre dauern. Nach dem Abschluss des Studiums versuchte ich trotz allem, meinen Traum von einer Laufbahn im Bereich der Justiz zu verfolgen, bis ich mich schlie\u00dflich in einem Sommer entschloss, zum Telefon zu greifen: \u201eHallo, Don Massimo, kann ich vorbeikommen und mit dir sprechen?\u201c<br>Das Herz der Welt, ein kleines Buch von Hans Urs von Balthasar (Schwabenverlag 1988), war in diesen Monaten der Entscheidung sehr wichtig f\u00fcr mich. Es fasste all meine Widerst\u00e4nde und meine Sehns\u00fcchte sehr gut zusammen, vor allem eine: \u201eDas vollkommene Wagnis, in dem ich sicher w\u00e4re, alles verlierend, alles erst zu gewinnen\u201c (S. 65).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitten in der Stadt ein Ort des Friedens und der Sch\u00f6nheit, an dem man seine Beziehung zu Christus wiederentdecken kann.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":21906,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"slim_seo":{"title":"Alles erst gewinnen - Priesterbruderschaft des heiligen Karl Borrom\u00e4us","description":"Mitten in der Stadt ein Ort des Friedens und der Sch\u00f6nheit, an dem man seine Beziehung zu Christus wiederentdecken kann."},"_slim_seo_primary_term_category":922,"_slim_seo_primary_term_post_tag":1054,"_slim_seo_primary_term_writers":217,"_slim_seo_primary_term_regions":928,"_slim_seo_primary_term_cities":985,"footnotes":""},"categories":[922],"tags":[1054,926,1055],"writers":[217],"regions":[928],"cities":[985],"class_list":["post-23673","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zeugnisse","tag-ordinazioni-de","tag-sacerdozio-de","tag-vocazione-de","writers-giovanni-ferrari","regions-sudamerika","cities-citta-del-messico-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23673","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23673"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23673\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23675,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23673\/revisions\/23675"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21906"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23673"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23673"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23673"},{"taxonomy":"writers","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/writers?post=23673"},{"taxonomy":"regions","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/regions?post=23673"},{"taxonomy":"cities","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/cities?post=23673"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}