{"id":7749,"date":"2024-01-09T18:22:32","date_gmt":"2024-01-09T17:22:32","guid":{"rendered":"https:\/\/sancarlo.org\/sotto-lalbero-di-mango\/"},"modified":"2024-06-14T12:17:49","modified_gmt":"2024-06-14T10:17:49","slug":"sotto-lalbero-di-mango","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/sotto-lalbero-di-mango\/","title":{"rendered":"Unter dem Mangobaum"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-image wp-block-image--fnztema is-style-full-width\"><picture><source media=\"(min-width: 1280px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ZULIANI-ok-1366x815.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ZULIANI-ok.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 1024px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ZULIANI-ok-1024x611.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ZULIANI-ok.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 768px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ZULIANI-ok-800x477.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ZULIANI-ok-1600x955.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 200px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ZULIANI-ok-500x298.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ZULIANI-ok-1000x597.jpg 2x\"><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" alt=\"Zuliani Ok\" \/><\/picture><figcaption>Fronleichnamsprozession im Viertel Kahawa Sukari, Nairobi.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n<p>Der Mangobaum hat ein \u00fcppiges Blattwerk, unter das man sich bei Platzregen fl\u00fcchtet \u2013 und wenn es keine Klassenr\u00e4ume aus Ziegeln gibt, werden dort die Kinder unterrichtet. Seine zwischen Himmel und Erde schwebenden leuchtend orangen Fr\u00fcchte sind ein Symbol f\u00fcr die sch\u00f6ne Jahreszeit in Kenia.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Pfarrei ist unter einem Mangobaum entstanden. Damals suchten ein paar Katholiken einen Ort, an dem sie beten, das Wort Gottes lesen und ihre Glaubenserfahrung teilen konnten. Sie erwarteten nicht von anderen solch einen Ort. Sie begannen einfach, sich zu treffen, und damit fing alles an. Ein paar etwas verblichene Fotos sind das Zeugnis ihrer Beharrlichkeit. Niemand hier w\u00fcrde diesen bescheidenen Anfang geringsch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach ein paar Jahren genehmigte der Kardinal von Nairobi, Maurice Otunga (f\u00fcr den inzwischen ein Seligsprechungsprozess eingeleitet wurde), angesichts der wachsenden Zahl von Christen die Errichtung einer Pfarrei. Don Alfonso kam damals aus Uganda, Don Roberto und Don Valerio waren schon in Nairobi. Diese drei waren die Pioniere der Priesterbruderschaft des Heiligen Karl Borrom\u00e4us in Afrika. Das war 1998.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Am 17. September 2023 feierte unsere Pfarrei bei blauem Himmel und in einer vergleichsweise \u201eriesigen\u201c Kirche, die 500 Menschen Platz bietet, ihr 25-j\u00e4hriges Bestehen. Wir haben die Feier \u00fcberschrieben mit 25 Years of Grace, 25 Jahre der Gnade, Ausdruck unserer Dankbarkeit gegen\u00fcber Gott f\u00fcr diese kleine, aber doch gro\u00dfartige Geschichte in Afrika. Es war gewisserma\u00dfen unsere \u201eSilberhochzeit\u201c, ein Tag des Festes und der Freude \u00fcber das, was der Herr uns geschenkt hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p>In dieser Mission f\u00fchle ich mich immer zwischen Himmel und Erde schwebend<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Feier sollte unsere Pfarrei in all ihren Facetten zeigen und an ihre Geschichte erinnern. Die Kirche wirkte sehr farbenfroh, nicht zuletzt durch die Kleidung der Menschen, die Teil dieser Geschichte sind: die Kinder, die Jugendlichen, Frauen und M\u00e4nner, Behinderte und AIDS-Kranke, die Sch\u00fcler der verschiedenen Schulen und die Schwestern. Aber vor allem die Gr\u00fcnderv\u00e4ter und -m\u00fctter. Die sa\u00dfen in der ersten Reihe. Einige sind deutlich gealtert gegen\u00fcber den Fotos unter dem Mangobaum, andere sind schon nicht mehr unter uns. Aber sie sind eine stabile Pr\u00e4senz, ein Symbol und Zeugnis f\u00fcr die Kraft des Glaubens auf diesem Kontinent. \u00c4ltere Afrikaner haben eine Art zu kommunizieren, die sich in w\u00fcrdevollen, wenn auch reduzierten Bewegungen \u00e4u\u00dfert und in einem tiefen Blick. Nicht so sehr in Worten. Die Gr\u00fcnder waren schlicht da, wie am Anfang. Wie die Mitglieder der Priesterbruderschaft: Priester, Seminaristen und Schwestern, die diese Mission begleitet und gest\u00e4rkt haben, einfach indem sie da waren, um dem Volk Gottes zu dienen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Messe unter dem Vorsitz des Bischofs von Nairobi sang, betete und tanzte diese bunte Schar f\u00fcr den Herrn. Alle Ch\u00f6re der Pfarrei waren da, und glaubt mir: 250 afrikanische Chors\u00e4nger bringen wirklich die Erde zum Beben! Nach der Messe folgten die unvermeidlichen Reden und das Unterhaltungsprogramm, \u00fcberwiegend mit einem Grundtenor: Dankbarkeit. Dank an Gott, an die Priester, an die Christen, an die Gr\u00fcnder der Pfarrei, an Don Daniele, dass er sich bereit erkl\u00e4rt hat, als Missionar nach Kahawa Sukari zu kommen &#8230; Aber vor allem an Don Alfonso, der an diesem Tag 50 Jahre in Afrika feiern konnte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In den Worten und Gesten der Menschen war aufrichtige Zuneigung f\u00fcr diesen Priester zu sp\u00fcren, der sich von der Savanne Ugandas bis zum chaotischen Nairobi immer f\u00fcr die Menschen und f\u00fcr Gott aufgeopfert hat. Am Ende des Tages (die Messe hatte um 10.30 Uhr begonnen!) gab es Geschenke f\u00fcr die Zelebranten und eine (lebendige) Ziege f\u00fcr den Bischof. Und nat\u00fcrlich die Torte, oder besser gesagt die Torten f\u00fcr die 2000 Menschen, die an der Messe teilgenommen hatten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich an den Mangobaum zur\u00fcckdenke, muss ich feststellen, dass diese 25 Jahre in der Tat viele Fr\u00fcchte getragen haben in Form von Werken, aber auch Personen, die sich durch die Begegnung mit dem Herrn ver\u00e4ndert haben. Das Leben in dieser Mission ist vielleicht immer ein bisschen wie ein Schweben zwischen Himmel und Erde. Wie der Mangobaum: mitten unter den Menschen, ihr Leben begleitend, aber verwurzelt in Gott, der das gute Werk vollendet, das er begonnen hat.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Pfarrei St. Joseph in Nairobi feiert ihr 25-j\u00e4hriges Bestehen. Ein Zeugnis aus unserer Mission in Kenia.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":7750,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"slim_seo":{"title":"Unter dem Mangobaum - Priesterbruderschaft des heiligen Karl Borrom\u00e4us","description":"Die Pfarrei St. Joseph in Nairobi feiert ihr 25-j\u00e4hriges Bestehen. 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