{"id":7772,"date":"2024-03-27T16:47:05","date_gmt":"2024-03-27T15:47:05","guid":{"rendered":"https:\/\/sancarlo.org\/la-bellezza-che-tutti-desideriamo-vedere\/"},"modified":"2024-06-17T10:50:43","modified_gmt":"2024-06-17T08:50:43","slug":"la-bellezza-che-tutti-desideriamo-vedere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/la-bellezza-che-tutti-desideriamo-vedere\/","title":{"rendered":"Die Sch\u00f6nheit, die wir alle sehen wollen"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-image wp-block-image--fnztema is-style-full-width\"><picture><source media=\"(min-width: 1280px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/COPERTINA-copia-dimensioni-grandi.jpeg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/COPERTINA-copia-dimensioni-grandi.jpeg 2x\"><source media=\"(min-width: 1024px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/COPERTINA-copia-dimensioni-grandi-1024x682.jpeg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/COPERTINA-copia-dimensioni-grandi.jpeg 2x\"><source media=\"(min-width: 768px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/COPERTINA-copia-dimensioni-grandi-800x533.jpeg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/COPERTINA-copia-dimensioni-grandi.jpeg 2x\"><source media=\"(min-width: 200px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/COPERTINA-copia-dimensioni-grandi-500x333.jpeg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/COPERTINA-copia-dimensioni-grandi-1000x666.jpeg 2x\"><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" alt=\"Copertina Copia Dimensioni Grandi\" \/><\/picture><figcaption>Martino Zavarize, Missionar in Taiwan, mit zwei Freunden der dortigen Gemeinschaft von CL.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n<p>Wenn wir gefragt werden, ob wir besorgt sind angesichts der politischen Situation in Taiwan, ob wir denken, dass ein Krieg unmittelbar bevorsteht, und was die Wahl von William Lai zum Pr\u00e4sidenten Taiwans ver\u00e4ndern wird, antworten wir, dass die Situation heute sich nicht sehr von der fr\u00fcheren unterscheidet. Die ungew\u00f6hnliche Lage der Insel, die einst Formosa hie\u00df, begann vor mehr als 70 Jahren. Damals floh der fr\u00fchere chinesische Pr\u00e4sident Chiang Kai-shek nach der Niederlage gegen Mao im B\u00fcrgerkrieg dorthin und bat die USA um Schutz. Seitdem ist die Bewahrung des <em>Status quo<\/em> der kleinste gemeinsame Nenner der Akteure in dieser komplexen und heiklen politischen Situation. Bis heute ist eine endg\u00fcltige L\u00f6sung kaum vorstellbar. Noch weniger wissen wir, wann und wie eine solche erreicht werden kann, wobei wir nat\u00fcrlich alle hoffen, dass es eine friedliche sein wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist in einem solchen Kontext unsere vorrangige Aufgabe? Warum sind wir seit mehr als 20 Jahren dort? Unser einziges Anliegen ist es, den Menschen, denen wir dort begegnen, zu vermitteln, dass unabh\u00e4ngig von der politischen Situation, in der man lebt, der Einzige, der dem Menschen wahre Freiheit schenken kann, Jesus Christus ist. Das ist der Grund f\u00fcr unsere Mission in diesem Teil der Welt, wo Katholiken nur etwa ein Prozent der Bev\u00f6lkerung ausmachen. Wir wollen der Aufforderung entsprechen, die Johannes Paul II. einmal an unsere Bewegung gerichtet hat: \u201eGeht zu allen V\u00f6lkern, um ihnen die Wahrheit, die Sch\u00f6nheit und den Frieden zu bringen, denen man in Christus, dem Erl\u00f6ser, begegnet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wahrheit, Sch\u00f6nheit und Frieden. Wie soll man das in einer Sprache und Kultur vermitteln, die der unseren so fern ist, wo teilweise sogar die Kriterien, ob etwas sch\u00f6n oder gut ist, andere zu sein scheinen als die, mit denen wir aufgewachsen sind?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p>Gemeinsam Sch\u00f6nheit&nbsp; erleben <br>&#8211; so erzieht&nbsp; man zur Sch\u00f6nheit&nbsp;<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>2011 bin ich mit zwei Freunden und etwa 30 taiwanesischen Sch\u00fclern zum Weltjugendtag mit Benedikt XVI. nach Madrid gefahren. Die H\u00e4lfte dieser jungen Leute war nicht katholisch. Wir hatten auch einen Zwischenstopp in Barcelona eingeplant, um die <em>Sagrada Familia<\/em> zu besichtigen, Gaud\u00eds unvollendetes Meisterwerk, das bisher keiner von uns gesehen hatte. An jenem Augusttag war die Luft so stickig, dass man fast nicht atmen konnte. Eine junge und sehr sachkundige italienische Reisef\u00fchrerin (eine Freundin unserer Gemeinschaft) erkl\u00e4rte die Geschichte von Gaud\u00ed und der <em>Sagrada Familia<\/em>. Als sie begann, das \u00c4u\u00dfere der Basilika zu erl\u00e4utern, merkte ich, dass unsere jungen Leute nicht bei der Sache waren. Vielleicht hatten sie wegen der Hitze M\u00fche, der chinesischen \u00dcbersetzung zu folgen. Au\u00dferdem wurden wir st\u00e4ndig von ebenso sch\u00f6nen wie unerwarteten Begegnungen unterbrochen. So trafen wir gleich zu Beginn Etsuro Sotoo, den ber\u00fchmten japanischen Bildhauer, der aufgrund seiner Begegnung mit Gestalt und Werk von Gaud\u00ed zum Katholizismus konvertiert ist. Nachdem wir ihn begr\u00fc\u00dft und uns vorgestellt hatten, kam, w\u00e4hrend die F\u00fchrerin ihre Erkl\u00e4rungen fortsetzte, eine Gruppe deutscher Studenten in Begleitung von zwei unserer Priester, Lorenzo und Gianluca. Durch die Freude \u00fcber das zuf\u00e4llige Zusammentreffen zweier scheinbar so weit entfernter Welten, dem die unerl\u00e4sslichen Selfies folgten, wurden unsere Sch\u00fcler noch weiter abgelenkt. Etwas ungeduldig sagte ich daher unserer F\u00fchrerin: \u201eEs reicht. Gehen wir hinein!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>So betraten wir endlich die ber\u00fchmte Kirche. Wer sie noch nie von innen gesehen hat, ist unweigerlich sehr beeindruckt. Von au\u00dfen kann man sich gar nicht vorstellen, was einen im Inneren erwartet. Ich lief wie in Trance, den Kopf in den Nacken gelegt und mit weit aufgerissenen Augen, gewisserma\u00dfen \u201evom Pfeil der Sch\u00f6nheit durchbohrt\u201c, um einen Ausdruck von Benedikt XVI. zu gebrauchen. Nachdem ich eine Weile so umhergelaufen war, erinnerte ich mich an meine 30 taiwanesischen Jugendlichen. Ich drehte mich nach ihnen um. Sie standen wie angewurzelt etwa zwei Meter hinter der T\u00fcr. Nicht nur die Augen hatten sie weit aufgerissen, sondern auch den Mund, so gro\u00df war ihr Erstaunen \u00fcber das, was sie hier sahen!<\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Tag wurde mir klar, was es bedeutet, zur Sch\u00f6nheit zu erziehen: gemeinsam mit Menschen Sch\u00f6nheit zu erfahren. Nicht nur zu erkl\u00e4ren, was Sch\u00f6nheit ist, sondern sie zu erleben, an ihr teilzuhaben gemeinsam mit denjenigen, die einem anvertraut sind. Dazu sind wir nach Taiwan gesandt: damit wir gemeinsam mit den Menschen dort wieder entdecken, dass Jesus Christus der Ursprung der Sch\u00f6nheit ist, die wir alle sehen wollen und durch die es m\u00f6glich ist, die Wahrheit zu erkennen und Frieden zu erfahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist unsere Aufgabe als Christen in einem Land am Rand des Krieges, in dem weniger als ein Prozent der Bev\u00f6lkerung katholisch ist? Gedanken zu unserer Mission in Taiwan.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":7773,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"slim_seo":{"title":"Die Sch\u00f6nheit, die wir alle sehen wollen - Priesterbruderschaft des heiligen Karl Borrom\u00e4us","description":"Was ist unsere Aufgabe als Christen in einem Land am Rand des Krieges, in dem weniger als ein Prozent der Bev\u00f6lkerung katholisch ist? 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