{"id":9285,"date":"2024-11-21T11:25:00","date_gmt":"2024-11-21T10:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sancarlo.org\/cio-che-rimane-e-solo-lofferta-di-se\/"},"modified":"2024-11-21T11:25:03","modified_gmt":"2024-11-21T10:25:03","slug":"cio-che-rimane-e-solo-lofferta-di-se","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/cio-che-rimane-e-solo-lofferta-di-se\/","title":{"rendered":"Was bleibt, ist nur die Hingabe seiner selbst"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-image wp-block-image--fnztema is-style-full-width\"><picture><source media=\"(min-width: 1280px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/ANTEPRIME-156-1366x912.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/ANTEPRIME-156.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 1024px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/ANTEPRIME-156-1024x684.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/ANTEPRIME-156.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 768px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/ANTEPRIME-156-800x534.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/ANTEPRIME-156-1600x1068.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 200px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/ANTEPRIME-156-500x334.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/ANTEPRIME-156-1000x668.jpg 2x\"><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" alt=\"Anteprime 156\" \/><\/picture><\/figure>\n\n\n<p>Im Ritus der Priesterweihe wird der Kandidat aufgefordert: \u201eEmpfange die Gaben des Volkes f\u00fcr die Feier des Opfers. Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes.\u201c Diese Worte fassen das ganze Leben des Priesters zusammen. Wir m\u00fcssen immer wieder in sie eintauchen. Sie verweisen auf ein sehr hohes, geradezu schwindelerregendes Ideal. Aber gleichzeitig beschreiben sie ein Leben, das weiterhin sehr viele junge M\u00e4nner anzieht, die sich entscheiden, Priester zu werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Jede Berufung entspringt einer Faszination, die man f\u00fcr jemanden empfindet: f\u00fcr eine Frau, f\u00fcr einen Mann, f\u00fcr eine Gemeinschaft oder f\u00fcr eine Lebensform, die man in einer bestimmten Person verk\u00f6rpert sieht. In jeder dieser Berufungen verbirgt sich in Wirklichkeit die oft unbewusste Anziehungskraft Christi.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In den Berufungsgeschichten der Weihekandidaten, die wir auf den folgenden Seiten vorstellen, wird diese Anziehungskraft sehr deutlich. Gleichzeitig zeigt sich oft auch ein gewisser Widerstand, den man \u00fcberwinden muss, bevor man sich dem Willen dessen \u00fcberl\u00e4sst, der einen auf einen unbekannten Weg f\u00fchrt, manchmal auch dahin \u201ewohin man nicht will\u201c. Jede Berufung impliziert in der Tat ein Opfer, durch das wir mit der Zeit unser Leben unter das Geheimnis des Kreuzes stellen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p>Was fasziniert uns so am Leben der Heiligen, wenn nicht diese radikale Selbsthingabe?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das ganze Leben ist ein Weg, der bewirkt, dass diese geheimnisvolle Anziehungskraft unsere Tage immer mehr durchdringt, indem wir uns auf das einlassen, was uns instinktiv \u00e4ngstigt oder sogar abst\u00f6\u00dft. Dabei handelt es sich nicht so sehr um einen Akt des Willens, darum, dass wir die Z\u00e4hne zusammenbei\u00dfen und das ertragen, was uns nicht gef\u00e4llt, um das zu erreichen, was wir uns w\u00fcnschen. Vielmehr geht es darum, mit der Zeit zu erkennen, dass das, wonach wir uns wirklich sehnen, nicht das ist, was wir uns vorgestellt hatten, h\u00e4ufig, weil die Welt es uns suggeriert. Eher im Gegenteil. Wenn die Welt suggeriert, die Erf\u00fcllung des Lebens best\u00fcnde darin, dass man alles hat, dann entdecken wir in der Begegnung mit Christus, dass das, was uns wirklich fasziniert, ist, alles hingeben zu k\u00f6nnen. Jesus sagt es im Evangelium mit den Worten: \u201eWer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kreuz Christi tr\u00e4gt diese geheimnisvolle Wahrheit in sich: Das Leben erf\u00fcllt sich nur, indem man es ganz hingibt. Jede Form der Berufung birgt diese gro\u00dfe M\u00f6glichkeit in sich, und die Priesterberufung ist das Paradigma daf\u00fcr.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Was fasziniert uns so sehr am Leben der Heiligen, wenn nicht diese radikale Selbsthingabe? Jeder Mensch, der seine Berufung lebt, sei es zur Ehe oder zur Jungfr\u00e4ulichkeit, macht diese Erfahrung. Die Selbsthingabe erf\u00fcllt uns, weil sie uns an der Selbsthingabe Christi am Kreuz teilhaben l\u00e4sst. Das ist das gleiche, was jeden Tag in der Feier der heiligen Messe geschieht und was die Geschichte der Welt und das Leben von Millionen von Menschen ver\u00e4ndert hat. Kardinal Van Thu\u00e2n hat gesagt: \u201eEin heiliger Mensch ist jemand, der die heilige Messe den ganzen Tag hindurch fortsetzt.\u201c (Hoffnungswege, S. 165) Das ganze Leben reicht nicht aus, um vollst\u00e4ndig zu begreifen, was beim eucharistischen Opfer geschieht. Aber nach und nach entdeckt man, dass es das Herzst\u00fcck all unseres Tuns ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diejenigen, die berufen sind, an den Altar zu treten und dieses Geheimnis zu feiern, sind sicherlich privilegiert. Dieses Privileg ist gleichzeitig ein unverdientes Geschenk und eine h\u00f6chst anspruchsvolle Aufgabe. In der Tat kann niemand den Anspruch erheben, Priester zu sein. Es ist die Kirche, die letztlich diejenigen ausw\u00e4hlt, die sie f\u00fcr geeignet h\u00e4lt und derer sie bedarf. Sie w\u00e4hlt sie aus und vertraut ihnen eine Aufgabe an, die man unm\u00f6glich erf\u00fcllen kann, wenn man sich nicht in die H\u00e4nde dessen begibt, der einen ruft. \u201eNicht ihr habt mich erw\u00e4hlt, sondern ich habe euch erw\u00e4hlt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt\u201c (Joh 15,16), sagte Jesus bei seinen Abschiedsreden vor seinem Leiden. Das ist die Quelle des Friedens und des Elans, mit dem zu leben der Priester berufen ist. Und was bleibt, ist letztlich nur die Hingabe seiner selbst. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben erf\u00fcllt sich nur in der ganzen Selbsthingabe: eine Betrachtung des Rektors des Priesterseminars der Priesterbruderschaft der Missionare des Heiligen Karl Borrom\u00e4us.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":8344,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"slim_seo":{"title":"Was bleibt, ist nur die Hingabe seiner selbst - Priesterbruderschaft des heiligen Karl Borrom\u00e4us","description":"Das Leben erf\u00fcllt sich nur in der ganzen Selbsthingabe: eine Betrachtung des Rektors des Priesterseminars der Priesterbruderschaft der Missionare des Heiligen K"},"footnotes":""},"categories":[963],"tags":[1054,926,1055],"writers":[43],"regions":[950],"cities":[1056],"class_list":["post-9285","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-betrachtungen","tag-ordinazioni-de","tag-sacerdozio-de","tag-vocazione-de","writers-donato-contuzzi","regions-italia-de","cities-priesterseminar"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9285","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9285"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9285\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10124,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9285\/revisions\/10124"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8344"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9285"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9285"},{"taxonomy":"writers","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/writers?post=9285"},{"taxonomy":"regions","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/regions?post=9285"},{"taxonomy":"cities","embeddable":true,"href":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/cities?post=9285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}