{"id":9483,"date":"2024-06-26T13:34:45","date_gmt":"2024-06-26T11:34:45","guid":{"rendered":"https:\/\/sancarlo.org\/una-casa-dovunque\/"},"modified":"2024-10-04T19:36:24","modified_gmt":"2024-10-04T17:36:24","slug":"una-casa-dovunque","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sancarlo.org\/de\/una-casa-dovunque\/","title":{"rendered":"\u00dcberall ein Zuhause\u00a0"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-image wp-block-image--fnztema is-style-full-width\"><picture><source media=\"(min-width: 1280px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/ANTEPRIME-289-1366x909.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/ANTEPRIME-289.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 1024px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/ANTEPRIME-289-1024x681.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/ANTEPRIME-289.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 768px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/ANTEPRIME-289-800x532.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/ANTEPRIME-289-1600x1064.jpg 2x\"><source media=\"(min-width: 200px)\" srcset=\"https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/ANTEPRIME-289-500x333.jpg 1x, https:\/\/sancarlo.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/ANTEPRIME-289-1000x665.jpg 2x\"><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" alt=\"Anteprime 289\" \/><\/picture><figcaption>Jo\u00e3o Brito am Tag seiner Diakonweihe.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n<p>Im Sommer nach der neunten Klasse lud ein Priester der <em>Fraternit\u00e0 San Carlo<\/em> mich und f\u00fcnf andere portugiesische Sch\u00fcler ein, an einer Freizeit der Gemeinschaft von GS aus der Brianza teilzunehmen. Ein paar der dortigen Familien beherbergten uns in den Tagen vor der Freizeit. Ohne uns zu kennen, nahmen sie uns wie Freunde in ihr Haus auf, nur weil wir zu der gleichen Geschichte geh\u00f6rten. W\u00e4hrend der Freizeit konnte ich dann feststellen, dass diese Jugendlichen, trotz des geografischen und kulturellen Abstandes, der zwar nicht riesig, aber doch sp\u00fcrbar war, dieselbe Erfahrung machten, die ich mit meinen Freunden in Lissabon gemacht hatte. Nur dass es bei uns nur 100, dort aber insgesamt 400 junge Leute waren.<\/p>\n\n\n\n<p>In jenem Sommer wurde mir klar, dass <em>Comunione e Liberazione<\/em> der richtige Ort f\u00fcr mich ist. Ich bin in einer Familie von \u201eCiellini\u201c geboren und aufgewachsen, und in den Tagen dort habe ich selbst das erfahren, was meine Eltern mir mitgegeben hatten. Ich entdeckte CL als mein Zuhause, aber auch, dass es eine weltweite Bewegung ist. In mir entstand ein gewisser missionarischer Eifer, der sich damals weniger darin \u00e4u\u00dferte, der Welt Christus verk\u00fcnden zu wollen, als ihn in der Wegbegleitung zu erkennen, die die Bewegung mir bot. Im selben Sommer fuhr ich mit meiner Familie noch einmal nach Italien, zum Meeting in Rimini. Im folgenden Jahr mussten meine Freunde aus der Brianza mich an Weihnachten, Ostern sowie zweimal im Sommer ertragen, zuerst vor den GS-Ferien und dann beim Meeting.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p>Christus macht uns jeden Ort vertraut, einfach, weil er da ist.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Diese Welt, die sich da vor meinen Augen auftat w\u00e4hrend der Gymnasialzeit, explodierte in den Jahren meines Studiums. Bei den Studenten, die im Rahmen des Erasmus-Programms nach Lissabon kamen, erhielt ich die M\u00f6glichkeit, mich f\u00fcr die Aufnahme, die mir zuteilgeworden war, zu revanchieren. Au\u00dferdem rechtfertigte die M\u00f6glichkeit, sie im Winter zu besuchen, Reisen nach Italien, Frankreich und Spanien. Schlie\u00dflich kam auch mein \u201eErasmusjahr\u201c: In Chile und Argentinien fand ich neue Zuhause. Und CL verlangte noch mehr Reisen von mir: Unter den portugiesischen Studenten wurde ein Freiwilliger gesucht, der die Exerzitien in Afrika f\u00fcr die Freunde aus Mosambik \u00fcbersetzen sollte. So hatte ich die Gelegenheit, zweimal nach Uganda und einmal nach Kenia zu reisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben diesem sch\u00f6nen geografischen Entdecken der Welt machte ich w\u00e4hrend der Studienzeit eine Erfahrung, die sehr wichtig f\u00fcr mich war, n\u00e4mlich die Caritativa bei den Schwestern der Mutter Teresa. Wir gaben Katechismusunterricht f\u00fcr Kinder und Nachhilfe in einem armen Viertel von Lissabon. Lissabon ist eine sehr sch\u00f6ne Stadt, aber dieses Viertel wird sicher in keinem Reisef\u00fchrer erw\u00e4hnt. Die Geb\u00e4ude sind h\u00e4sslich, und auch wenn es nicht mehr so viel Gewalt und Unsicherheit wie in der Vergangenheit gibt, sp\u00fcrt man doch die Spannungen und die Not.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schwestern, die aus den unterschiedlichsten L\u00e4ndern der Welt kommen, leben dort trotzdem mit einem L\u00e4cheln und einer Liebe zu den Menschen des Viertels, die wirklich beeindruckend sind. Sie schauen nicht auf die Uhr und \u00fcberlegen nicht, wann sie endlich an den Strand gehen k\u00f6nnen. Sie bleiben dort und sind gl\u00fccklich und gelassen trotz all des Leids und der Not um sie herum. Bei ihnen habe ich begonnen zu verstehen, dass wir wirklich \u00fcberall ein Zuhause haben k\u00f6nnen, wenn der Herr des Hauses Christus ist. Er macht uns jeden Ort vertraut, einfach, weil Er da ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Haltung dieser Schwestern hat in mir den Wunsch nach einem Leben als Ordensmann oder Priester geweckt. Ich wusste bereits, dass das voller Sch\u00f6nheit ist, vor allem aufgrund des fast t\u00e4glichen Kontaktes meiner Familie mit Pater Jo\u00e3o Seabra, einem Priester der Di\u00f6zese Lissabon, der die Entstehung und Entwicklung von CL in Portugal ma\u00dfgeblich mitbestimmt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich also erkannt hatte, dass CL der richtige Ort f\u00fcr mich ist, und ich gro\u00dfe Sehnsucht nach der Mission versp\u00fcrte und mich zum priesterlichen Leben berufen f\u00fchlte, sah ich in der Priesterbruderschaft der Missionare des heiligen Karl Borrom\u00e4us den Ort, an den Gott mich rief. 2017 habe ich die Ausbildung in Rom begonnen mit neuen, aber auch mit alten Freunden. Tats\u00e4chlich sind au\u00dfer mir noch drei weitere Personen aus meinem ersten Sommerlager mit GS in dasselbe Priesterseminar eingetreten.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jo\u00e3o Brito wurde am 22. 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